Clean Air im Europäischen Parlament – Abenddiskussion zu Emissionsminderungen in Off-Road Maschinenbereich

Während Verbrennungsmotoren in LKWs, Autos und Bussen bereits strikten Emissionsstandards entsprechen müssen, gibt es für Lokomotiven, Baumschienen oder Binnenschiffen bis jetzt nur weitaus höhere Grenzwerte. Dabei sind sie auch eine wichtigen Emissionsquelle für schädliche Emissionen von beispielsweise Feinstaub und Stickstoffoxiden. Aktuell wird daher im Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament über die Überarbeitung der sogenannten NRMM Verordnung diskutiert, mit der auch diese Motoren die nötigen Grenzwerte erhalten sollten.

Am 27 Mai 2025 organisierten der BUND e.V., Transport & Environment (T&E) und die Deutsche Umwelthilfe ein Abendempfang. Dieser Abend brachte die politischen Entscheider zusammen mit Interessengruppen aus Wirtschaft, Verwaltungen und Umweltverbänden für eine Diskussion wichtiger und zentraler Punkte.

Der Abend wurde durch den Schirmherr des Abends, dem britischen Europaabgeordneten Seb Dance eröffnet in einer Rede in der er insbesondere die Bedeutung der Gesundheit der europäischen Bürger herausstellte. Als erster Redner folgte Arne Fellermann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., der einen Überblick über die Gesundheitseffekte von Luftschadstoffen gab sowie eine Reihe von Messergebnissen vorstellte, die der Verkehrsberater Axel Friedrich in Zusammenarbeit mit der Deutsche Umwelthilfe erstellt hatte.

Philipp Troppmann von der Europäischen Kommission stellte als nächstes den Gesetzesvorschlag vor.
Ingrid van Leeuwen von der Provinz Südholland sprach über die regionale Perspektive auf das Problem Luftverschmutzung durch Binnenschiffe, welche in der Gegend um den Hafen von Rotterdam größere Bedeutung hat. Ihre Behörde hat in der Vergangenheit bereits verschiedene Initiativen unternommen, Binnenschiffe nachzurüsten, unter anderem mit dem aktuelle Föderprogramm NOxvrij.

Zu guter Letzt stellte Francois Cuenot des Umweltdachverbandes T&E die wichtigsten Forderungen der Umweltverbände vor und unterstrich dabei die Bedeutung, die striktere Emissionslimits für den Offroadbereich hätten. Der Abend wurde von Greg Archer von T&E moderiert und endete mit einer anregenden Diskussion der Teilnehmer.