Die Verkehrswende trägt eine frische Brise in unsere Städte

Wer die dauerhafte Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und insbesondere Stickstoffdioxid (NO2) in den europäischen Städten erreichen will, muss die städtische Mobilität verändern. Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs bringen bessere Luft und mehr Lebensqualität in unsere Städte.

Dies wird auch durch die Ergebnisse des City-Rankings bestätigt, welches vom BUND  im Rahmen von Clean Air und der Kampagne Rußfrei fürs Klima erarbeitet wurde. Den Spitzenplatz bei den Städten zur Verbesserung der Luftqualität nimmt die Stadt Zürich ein. Dies verdankt die Schweizer Stadt einem Bündel von Maßnahmen, welches auch die Reduzierung der Emissionen von Fahrzeugen und die Werbung für die Nutzung des Rad- und Fußverkehr beinhaltet. Sowohl in Zürich als auch in Kopenhagen wurde der Anteil des Autoverkehrs spürbar reduziert und es gibt Einschränkungen für besonders schmutzige Fahrzeuge wie Dieselautos und Diesel-Lkw sowie für Baumaschinen.

Ein herausragendes Beispiel wie der Anteil des Radverkehrs an der städtischen Mobilität schnell gesteigert werden kann, ist die nordspanische Stadt Vitoria-Gasteiz. Mit einer vorbildlichen Politik konnte die Partnerstadt unseres Biking Cities Netzwerkes den Radanteil in nur drei Jahren verdoppeln, von 6,8 auf 13,4 Prozent. Damit ist Vitoria derzeit die Stadt mit dem höchsten Radanteil in Spanien und zeigt, wie schnell eine konsequente Förderung des Radverkehrs positive Ergebnisse bringt. Hacia adelante Vitoria!

Wenn im Öffentlichen Verkehr Busse zum Einsatz kommen, dann müssen diese sauber sein. Gut also, dass unser ungarischer Partner Clean Air Action Group erreichen konnte, dass das örtliche Busunternehmen weitere Busse mit dem Standard Euro VI anschafft. In Polen wird der VCD bei einer Veranstaltung in Warschau erneut die wichtige Bedeutung der Busnachrüstung erläutern und für die Einführung von Umweltzonen werben. Ein Gesetzentwurf zur Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für Umweltzonen in Polen wird gerade im Sejm beraten.

Diese Beispiele aus unserem Projekt Clean Air zeigen, dass die städtische Mobilität verändert werden kann und damit die Luft sauberer wird. In unserem letzten Projektjahr werden wir weiter hartnäckig an der Umsetzung solcher Erfolgsbeispiele arbeiten und die Erfahrungen mit der Umsetzung in Europa verbreiten. Dies wird auch Thema bei unserer geplanten Abschlusskonferenz am 6. Juli in Berlin sein.

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