Saubere Luft für Österreich

Foto: Marianne Weiss/VCÖ
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Der VCÖ zielt darauf ab, die wichtigsten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger für Probleme der Luftqualität, die durch den Verkehrssektor verursacht werden, zu sensibilisieren. Ein weiteres Anliegen ist das Präsentieren von international bewährten Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Dazu zählen etwa die Ausweitung städtischer Parkraumbewirtschaftung, Ausbau und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr, bessere Rahmenbedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer und strengere Vorschriften bei Abgasen von Kraftfahrzeugen inklusive Maßnahmen wie Umweltzonen und City-Mauten.

Das Projekt ist vor allem auf Stakeholder in Politik, Verwaltung, Wissenschaft und NGOs sowie auf wichtige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger privater Unternehmen ausgerichtet.

Der VCÖ organisierte im Dezember 2012 eine Podiumsdiskussion mit Experten und Expertinnen aus den Bereichen Raumplanung, Umwelt, Verkehr sowie aus der Politik und Verwaltung zum Thema »Saubere Luft in Städten«, fokussiert auf für Wien nötige Maßnahmen. Dadurch wurde eine lebendige Diskussion ausgelöst, die klar aufzeigte, dass ein Bündel mehrerer Maßnahmen nötig ist, um sicherzustellen, dass die Gesundheit der Menschen in der Stadt nicht durch den Verkehr beeinträchtigt wird. Zudem sind kurzfristige Maßnahmen wie Umweltzonen und Partikelfilter erforderlich, genauso dürfen aber auch langfristige Maßnahmen wie eine Abkehr von der derzeit weitgehend autozentrierten Raumplanung nicht vergessen werden.

Im Januar 2013 veranstaltete der VCÖ seine zweite Podiumsdiskussion, die auf das Thema City-Maut als Mittel zur Verbesserung der Luftqualität fokussierte. Hierzu hielt auf unsere Einladung der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone eine Keynote über seine Erfahrungen zur Einführung von City-Maut und Umweltzone in London. Danach diskutierte Livingstone mit der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Erwin Toplak (Kapsch) und Markus Gansterer (VCÖ) über Möglichkeiten und Nutzen von City-Mauten in österreichischen Städten. Rund 150 Gäste kamen zusammen, inklusive Repräsentantinnen und Repräsentanten der nationalen und regionalen Politik, der Verkehrsplanung, des Gesundheitswesen, der Ministerien sowie der NGOs.
Als Teil des Projekts werden Factsheets zum Thema City-Maut als Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität und zum Thema Feinststaub (Partikel kleiner als PM 10) publiziert.

Zusätzlich zu diesen Veranstaltungen und Factsheets wird kontinuierliche Medienarbeit geleistet, um ein Bewusstsein für potenzielle Gesundheitsgefährdungen aus dem Verkehrsbereich zu schaffen und Alternativen aufzuzeigen. Nicht zuletzt stehen der VCÖ in Kontakt mit den wichtigsten Stakeholdern auf nationaler und regionaler Ebene, um bessere Luftqualität und Verbesserungen im Verkehrsbereich voranzutreiben.