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Die komplette Europäische Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EC

Hintergrundinformationen der Partnerkampagne »Russfrei fürs Klima«

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Saubere Luft für Europa

15.000 Liter Luft fließen täglich durch unsere Lungen, dabei gelangen neben lebenswichtigem Sauerstoff auch gefährliche Schadstoffe in unseren Körper. Insbesondere Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub gefährden die Gesundheit, Dieselruß trägt darüber hinaus zur globalen Erwärmung bei.
Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität in Städten schützen die Gesundheit, erhöhen die Lebensqualität und tragen außerdem zum Klimaschutz bei. Koordiniert vom ökologischen Verkehrsclub VCD haben sich neun europäische Umweltverbände im Projekt »Clean Air« zusammengeschlossen, um gemeinsam für saubere Luft in Europa zu kämpfen.

Die europäische Luftqualitätsrichtlinie

Im Jahr 2008 hat die Europäische Kommission fünf Regelungen zur Luftqualität in der Europäischen Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EC zusammengefasst. Ziel war es, die gesetzlichen Anforderungen und Vorschriften zu vereinfachen und die Umsetzung der Regelungen zu verbessern. Insbesondere die Implementation der Luftqualitätsmaßnahmen in den EU-Mitgliederstaaten sollte dadurch verbessert werden. 
Die Richtlinie fasst verschiedene Bestimmungen für die Bemessung und Überwachung der Luftqualität zusammen. Sie definiert außerdem Grenzwerte für eine Vielzahl von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickstoffdioxid und andere Stickstoffoxide, Schwefeloxide, Blei, Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon. Durch weitere Vereinbarungen sieht die Richtlinie einen verbesserten Austausch von Informationen und Daten aus Messnetzwerken und einzelner Stationen in den Mitgliederstaaten vor.
Ergänzend zu diesen Vorgaben hat die Europäische Union in ihrer thematischen Strategie zur Luftreinhaltung als übergreifendes Ziel ausgegeben, dass eine »Luftqualität, die keine erheblichen negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat und keine entsprechenden Gefahren verursacht« erreicht werden soll.
Durch die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht haben sich die EU-Mitgliedsstaaten klar zu den Zielen der europäischen Luftqualitätspolitik bekannt. Nicht zuletzt hat der Europäische Gerichtshof durch seine Rechtsprechung das Recht der Bürgerinnen und Bürger auf saubere Luft etabliert.

LIFE+ Clean Air? Umweltverbände kämpfen für saubere Luft

Trotz des bestehenden gesetzlichen Rahmens und des Rechts auf saubere Luft bedrohen anhaltende Verletzungen der Grenzwerte für Luftschadstoffe die Gesundheit der Menschen, unsere Umwelt und unser Klima. Mit der Unterstützung des Programms LIFE+ der Europäischen Kommission haben sich neun europäische Umweltverbände im Projekt »Clean Air« zusammengeschlossen, um die Implementation der Luftqualitätsrichtlinie in den EU-Mitgliedsstaaten zu stärken.

An dem Projekt beteiligt sind

  • der ökologische Verkehrsclub VCD
  • die Deutsche Umwelthilfe DUH
  • der Naturschutzbund Deutschland NABU
  • der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND
  • der VCÖ - Mobilität mit Zukunft aus Österreich
  • der europäische Dachverband Transport & Environment T&E
  • The Danish Ecocouncil
  • die ungarische Clean Air Action Group CAAG
  • das slowakische Centre for Sustainable Alternatives CEPTA