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Press releases

02. April 2014

Berlin, 2. April 2014. Der nachträgliche Einbau von Partikelfiltern in Dieselfahrzeugen trägt erwiesenermaßen zur Reduktion krebserregender Rußemissionen bei. Mit dieser Erkenntnis förderte die Bundesregierung bis 2013 die Nachrüstung von mehr als 400.000 Diesel-Pkw. Mit Auslaufen der vereinbarten Mittel war allerdings Schluss und übrig geblieben ist eine noch immer hohe Anzahl von nachrüstfähigen Fahrzeugen. Mit der Scharfstellung zahlreicher Umweltzonen auf „Grün“ in diesem Jahr könnte das zu einem Problem werden. Aus Umweltsicht sowie aus sozialen Gesichtspunkten fordert der ökologische Verkehrsclub VCD daher, die Partikelfilterförderung durch den Bund umgehend fortzusetzen.

Ab 1. Juli 2014 werden allein in Nordrhein-Westfalen, wo knapp 11 Millionen Fahrzeuge zugelassen sind, acht Umweltzonen, inklusive der größten zusammenhängenden Umweltzone Ruhrgebiet, auf „Grün“ geschaltet. Dann dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Schadstoffplakette in die Umweltzonen einfahren. Ein richtiger und wichtiger Schritt für die Verbesserung der Luftqualität, der aber auch automatisch bedeutet, dass Diesel-Pkw mit Euro 3 Norm ohne Rußpartikelfilter nicht mehr in diese Bereiche einfahren dürfen.

Heiko Balsmeyer, Referent für Luftreinhaltung beim VCD: „Die Förderung des nachträglichen Einbaus von Dieselpartikelfiltern hat nachweislich die Schadstoffbelastung in den Städten gesenkt. Zudem konnten Besitzer älterer Autos, die nicht ohne weiteres die Mittel für ein neues Fahrzeug zur Verfügung haben, mit der Nachrüstung ihr bisheriges Auto weiternutzen. Somit wird die Frage nach der Fortführung der Partikelfilterförderung auch zu einer sozialen Frage. Und in diesem Jahr wird die Nachfrage hoch sein.“

Allein In Nordrhein-Westfahlen sind derzeit mehrere hunderttausend Diesel-Pkw unterwegs, die Euro 3 erfüllen und über die Nachrüstung mit einem Partikelfilter eine grüne Plakette erhalten würden. Dies muss finanziell unterstützt werden, wenn wir das mit der Umweltzone kombinierte Ziel der langfristigen und dauerhaften Senkung der Schadstoffbelastung erreichen wollen.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „CDU, CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag die Förderung der Nachrüstung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit Rußpartikelfiltern als wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität vereinbart. In den Haushaltsberatungen der nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die Koalition ihrer Verantwortung für den Gesundheitsschutz und ihren Versprechungen im Koalitionsvertrag gerecht wird.“

Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Förderung deshalb noch notwendig ist, weil Autoindustrie und Politik gemeinsam die serienmäßige Einführung des Partikelfilters jahrelang verschleppt haben.

In Anbetracht der in drei Monaten in Kraft tretenden Umweltzonenverschärfung in Nordrhein-Westfahlen müssen die Mittel schnellstmöglich bereitgestellt werden. Die Höhe der Förderung pro Fahrzeug sollte sich an dem Betrag aus der letzten Förderperiode orientieren. Dieser lag bei 260 Euro. So sind ein Anreiz und wirkliche Hilfe vor allem für Pendler mit niedrigem Einkommen und für kleine Handwerksbetriebe gegeben.

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Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • Fax -10 • presse@vcd.org


 

Anja Smetanin / VCD

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